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Das sitzt!

Einfach nur sitzen gehört zu des Gartenbesitzers liebsten Tätigkeiten: mit Freunden und Familie auf der Terrasse, in trauter Zweisamkeit unter der Pergola, zum Lesen am Wasser oder zurückgezogen unter einem Rosenbogen. Damit das Verweilen im grünen Wohnzimmer zum puren Genuss wird, gibt es hier sieben goldene Regeln für die Sitzplatzplanung.

Platz am Wasser: Neben einem ruhig fließenden Wasserspiel kann man es sich bestens gemütlich machen.

1. Der Sitzplatz muss nicht immer auf der Terrasse liegen und die Terrasse muss nicht  der einzige Sitzplatz im Garten zu sein.

Im Gegenteil – selbst in kleinen Gärten ist bei geschickter Planung meist Platz für zwei, auf größeren Grundstücken auch mehr Sitzplätze. Sich nicht auf einen Ort zu beschränken, hat gleich aus mehreren Gründen Charme: Zum einen bringen mehrere Verweilorte Perspektivwechsel ins Spiel. Auch lassen sich so gezielt Lieblingsecken erschließen, Rückzugsorte für einzelne Familienmitglieder schaffen und – ganz wichtig – die Nutzungszeiten für den Garten ausdehnen. Denn wer die Standorte seiner Sitzplätze dem Sonnenlauf anpasst, hat für Frühstück, Kaffeetafel oder Absacker immer ein helles, warmes oder in der Mittagshitze ein angenehm schattiges Plätzchen.

Wer regelmäßig draußen essen möchte, sollte seinen Sitzplatz möglichst mit direktem Zugang zur Küche anlegen. Zudem gilt, dass ein Sitzplatz zum Wohlfühlen niemals ungeschützt sein sollte. Das beinhaltet nicht nur den passenden Windschutz, sondern gilt auch für den Sichtschutz.

 

2. Der Bodenbelag sollte zu Haus- und Gartenstil, aber auch zu den Nutzungswünschen passen.

Geht es um die hausnahe Terrasse, sollte sich die Auswahl des Bodenbelags an der Architektur des Hauses orientieren. Sind allerdings weitere Sitzplätze im Garten vorgesehen, können diese durchaus mit eigenständigen Materialien bestückt werden – vorausgesetzt, die Harmonie der Gesamtanlage bleibt erhalten. Nachhaltigkeit sollte bei Steinen und Holz heutzutage selbstverständlich sein. Ob eher Stein oder eher Holz zum Einsatz kommt, hängt von der Gesamtplanung und den persönlichen Vorlieben ab. Das Thema Stand- und Trittsicherheit sollte immer Berücksichtigung finden, denn wackelnde Esstische nerven einfach. Abseits der Hauptterrasse können Kies oder Splitt reizvolle Akzente setzen – und auch eine gemähte Insel in der Wildblumenwiese kann der ideale Untergrund für einen Lieblingsplatz sein.

 

3. Schön ist es, wenn die Bepflanzung rund um den Sitzplatz nicht nur für das Auge sondern auch für alle anderen Sinne viel Anregendes bietet.

Die bunte Blütenpracht von Stauden in Kombination mit intensiv duftenden Rosen und würzigen Kräutern bildet eine schöne Kulisse für einen Sitzplatz. Verschiedene Blattstrukturen sorgen zudem für haptische Abwechslung. Für Sichtschutz und damit für die Intimität des Sitzplatzes eignen sich Heckenpflanzungen oder auch Spalierbäume. Die schirmen den Rückzugsort gegen allzu neugierige Blicke von oben ab.

 

4. Die Größe des Sitzplatzes sollte zu seiner Nutzung und den Dimensionen des Gartens passen.

Wer gern regelmäßig Gäste in seinem Garten bewirtet, sollte darauf achten, dass ein großer Gartentisch nebst Bestuhlung bequem auf die Hauptterrasse passt und rundherum noch genügend Raum für Laufwege ist. Doch sollte man dabei auch immer die Gesamtgröße des Gartens im Blick haben. Abseits des Hauses darf es dann gern auch intimer zugehen: Auf zwei mal zwei Metern etwa findet ein heimeliger Sitzplatz für zwei reichlich Platz, und wer sich mit Liegestuhl und Buch an ein abgeschiedenes Plätzchen zurückziehen möchte, kommt auch mit der Hälfte aus.

 

5. Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept wertet jeden Sitzplatz auf.

Sitzplätze sollen Wohlfühlorte sein. Deswegen empfiehlt es sich, die Umgebung heller als den eigentlichen Sitzplatz zu beleuchten und dort vor allem mit indirekter Beleuchtung zu arbeiten. Besonders spannend und schön für den Blick ist die richtige Inszenierung des Gartens. Das Anstrahlen von Solitärsträuchern, Bäumen oder architektonischen Highlights bringt Spannung und Tiefe. Auch der Einsatz von verschiedenen Lichtfarben kann schöne Akzente setzen. Trotzdem sollte der praktische Nutzungsaspekt nicht aus dem Blick geraten, etwa in Form einer gezielten punktuellen Beleuchtung für den Grill oder einen Leseplatz.

 

6. Ein überdachter Sitzplatz erweitert die Nutzungsmöglichkeiten des Gartens.

Wer den Platz dafür hat, sollte über die Anlage eines zusätzlichen überdachten Sitzplatzes nachdenken. Der sorgt für noch mehr Gartenvergnügen, da man hier auch bei schlechterem Wetter, im Herbst oder in den Abendstunden geschützt den Garten erleben kann.

 

7. Die Nutzungswünsche bestimmen Lage und Ausstattung der Sitzplätze.

Die Möblierung eines Sitzplatzes richtet sich ganz klar nach dessen Nutzung: Esstisch, solide Bänke und Stühle auf der Hauptterrasse, filigrane Bistromöbel oder eine berankte Sitzbank auf dem Platz für zwei, Loungesofa dort, wo man in lockerer Atmosphäre zusammenkommen möchte, und Liegen oder Sitzsäcke in der Rückzugsecke. Immer mitgedacht werden sollte in jedem Fall das Thema Sonnenschutz. Außenkamin oder Feuerschale schaffen Atmosphäre und wärmen, und Jungeltern können sogar darüber nachdenken, die Sandkiste für den Nachwuchs ins Holzdeck zu integrieren, damit man diesen beim Buddeln immer im Blick hat.

Wetterfeste Loungemöbel richten das "grüne Wohnzimmer" häuslich ein