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Pflanzen schaffen Räume

Der Garten wird auch gern als „grünes Wohnzimmer“ bezeichnet. Darin kommt die Heimeligkeit zum Ausdruck, die ein schön gestalteter Garten seinen Besitzern schenkt. Auf der Strecke bleibt dabei allerdings die Tatsache, dass so ein Garten viel mehr sein kann, als nur ein einziger Raum. Wie mit geschickt eingesetzter Bepflanzung aus einem Grundstück eine ganze grüne Wohnung werden kann, und warum eine solche Raumgestaltung eine Bereicherung für jeden Garten ist, erklärt Heiko Lüttge, Gartengestalter aus Leichlingen.

Statt Hecke: Buchsbaumkugeln une Lavendel trennen die Terrasse vom Rest des Gartens

Jeder Garten braucht Gliederung. Das ist eine der Grundregeln der Gartengestaltung, und sie gilt ganz unabhängig von der Grundstücksgröße. „Gerade auch in kleinen Gärten sollte man dem Auge Abwechslung bieten, den Garten nicht auf einen Blick erfassbar machen, damit keine Langeweile aufkommt“, erklärt Heiko Lüttge. Für diesen Zweck bestens geeignet sind nach Erfahrung des Gartengestalters aus Leichlingen Pflanzen. „Natürlich kann man auch Mauern oder Zaunelemente dazu einsetzen, einen Garten zu strukturieren, doch Pflanzen bieten einfach eine unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten und verleihen den einzelnen Räumen Charakter und Lebendigkeit“, so der Experte.

Buchs, Gräser und Stauden als Sichtschutz und Terrasseneinrahmung

Vielfältige Möglichkeiten

Dabei sind es bei weitem nicht nur Hecken, die für eine solche grüne Gliederung in Frage kommen. Hohe Gräser beispielsweise wie das Chinaschilf können einer Bank wunderbar Rückendeckung bieten und sie damit zu einem intimen Sitzplatz adeln. Das Gleiche gilt für geschickt platzierte Solitärsträucher. Und wer sagt, dass ein solcher Gartenraum immer nur in der Vertikalen abgeteilt werden muss? Bäume mit schirmförmig gezogenen Kronen wie Schirmplatanen oder -linden lassen ein grünes Dach entstehen und definieren mit ihren Kronen ebenfalls einen Raum – natürlicher Schatten inklusive. „Spaliere sind im Übrigen auch eine schöne Lösung für eher kleine Gärten", empfiehlt Gartengestalter Heiko Lüttge. "Dann nämlich, wenn die Baumkronen horizontal gezogen sind. Das nimmt ihnen das Voluminöse und sorgt dennoch für eine schöne grüne Raumwirkung. Wer mehr Platz und das Glück hat, einen alten Laubbaum auf seinem Grundstück zu haben, sollte ihn unbedingt in sein Gartenraumkonzept einbinden“, so die Empfehlung des Experten.

Wogende Gräser schaffen in diesem Restaurantgarten geborgene Räume

Individuell gestaltet

Da zeigt sich: Gartenräume können viele Gesichter haben, die sich nicht nur durch die Wahl unterschiedlicher Pflanzen ergeben. Auch die ihnen jeweils zugedachte Funktion entscheidet über ihren Charakter. „Wer über die Strukturierung seines Gartens nachdenkt, sollte immer auch überlegen, wo er welche Aktivitäten ausüben möchte und die Gestaltung der Räume darauf ausrichten“, so der Tipp von Heiko Lüttge. Je nachdem, ob er um Entspannen, Arbeiten, Essen, Spielen oder Kochen geht, ändern sich die Ansprüche: Ein ruhiger Rückzugsraum sollte vor Blicken geschützt, eine Spielfläche für kleine Kinder hingegen gut einsehbar sein. Am Sitzplatz möchte man sich geborgen fühlen. Auch die Tageszeit ist wichtig: Wer den Garten eher am Abend nutzt, wird Wert auf einen Sitzplatz an der Westseite des Hauses legen, umgekehrt ist für ein Frühstück in der Morgensonne die Ostseite die beste Wahl. „Passend dazu lassen sich dann sogar Pflanzen auswählen, die ihre Blüten zur jeweiligen Tageszeit öffnen“, so der Gartenprofi.

Gut behütet: Platanen bilden ein grünes Dach über dem Sitzplatz.