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Staudenbeete:
Die Kunst des Komponierens

Ohne sie kommt eigentlich kein Garten aus: Stauden sind das Herzstück fast jeden Beetes. Doch gekonnt komponierte Rabatten sind kein Zufallsprodukt und erfordern jede Menge Fachwissen. Wir erklären Ihnen, was es bei der Anlage eines stimmungsvollen Staudenbeetes zu beachten gibt.

Sie zaubern Farbe und Struktur ins Beet, kommen jedes Jahr wieder und sind in einer riesigen Auswahl zu haben. Ein Garten ohne Stauden ist für viele Gartenbesitzer kaum vorstellbar. Doch so paradox es klingen mag, häufig verhält es sich im Staudenbeet so: Wenn eine Rabatte harmonisch, natürlich und geradezu mit leichter Hand komponiert wirkt, wurde sie in aller Regel besonders sorgfältig geplant. Für dauerhaft schöne und gesunde Staudenbeete und ein stimmiges Gesamtbild braucht es ein Konzept.  Einfach draufloszupflanzen und zu schauen, was passiert, führt in der Regel schnell zu Frust und Unzufriedenheit.

gekonnt kombiniert: Staudenbeet vom Fachmann

Choreografie für den Garten

Die Pflanzenauswahl und ihre Anordnung prägen die Wirkung des Gesamtkunstwerks Garten maßgeblich. Der Beetgestalter übernimmt dabei die Rolle des Regisseurs, der aus Individuen ein auf der Gartenbühne harmonierendes Ensemble formen soll. Welche Protagonisten spielen gut zusammen, welche haben das Talent zum Solo-Star oder kommen besser als Statisten zur Geltung?

Die Kombination von Stauden sollte immer nach dem Motto „Gleich und gleich gesellt sich gern“ erfolgen, also solche Arten und Sorten zusammenbringen, die ähnliche Ansprüche haben. Hier gilt es, Standortfaktoren wie Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit, aber auch Nährstoff- und Wasserangebot sowie Windverhältnisse zu berücksichtigen. Nur wenn diese Faktoren erfüllt sind, ist eine optimale Pflanzenentwicklung garantiert.

Der Weg zur perfekten Show

Doch diese eher technischen Überlegungen sind nur der eine Teil der Regiearbeit, an deren Ende ein schönes Beet stehen soll. Wichtig ist natürlich auch die Optik und die wiederum hat eine ganze Reihe von Aspekten, die es zu beachten gilt: Da sind zum einen natürlich die Blüten- und auch Blattfarben, die zusammenpassen und dem Geschmack der Gartenbesitzer entsprechen sollten. Zum anderen geht es darum, Blühzeiträume zu kennen und aufeinander abzustimmen, damit sich am besten das ganze Jahr über ein ansprechendes Gartenbild ergibt. Und schließlich sollten Wuchsformen, -höhen und -geschwindigkeit der einzelnen Pflanzen aufeinander abgestimmt sein.

besser mit Pflanzplan: stimmungsvolles Staudenbeet

Harmonisches Zusammenspiel

Viele Beete erzielen deshalb nicht die gewünschte Wirkung, weil zu viele unterschiedliche Sorten auf zu kleinem Raum gepflanzt wurden oder einfach für den Augenblick komponiert, aber nicht bedacht wurde, wie das Beet in drei vier, fünf Monaten aussehen soll. Besser ist die Beschränkung auf wenige Sorten. Werden diese dann in Mengen gepflanzt, kann ein Staudenbeet mit toller Fern- und Langzeitwirkung entstehen. Zudem gewährleistet eine von Anfang an dichte Bepflanzung, dass Unkräuter bald keine Chance mehr haben, sich anzusiedeln, und das macht ein Beet auf Dauer pflegeleicht. Einen richtigen Boost bekommen Staudenbeete gerade im Spätsommer und Herbst, dann nämlich, wenn die meisten Stauden nicht mehr blühen, wenn man sie mit Gräsern kombiniert. Das ist derzeit nicht nur schwer in Mode, sondern sieht in nahezu jedem Garten einfach umwerfend aus. Und Gräser sorgen sogar noch für eine weitere Verlängerung der Gartensaison, denn wenn man auf den spätherbstlichen Rückschnitt verzichtet, bilden sie auch noch im winterlichen Garten wunderschöne Blickfänge.

All das zeigt: Für ein schönes Staudenbeet braucht es reichlich Pflanzenwissen und einen durchdachten Plan. Nicht nur deshalb lohnt die Unterstützung eines Fachmanns. Schließlich soll das Werk im Garten heißen: Blütenpracht vom ersten bis zum letzten Tag der Gartensaison.

 

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