
Sieger im Landschaftsgärtner-Cup NRW 2026
Leon und Marvin haben sich eingegroovt, und das hat sich ausgezahlt: Letztes Jahr schon auf einem tollen fünften Platz, haben unsere beiden Azubis es dieses Jahr im Landschaftsgärtner Cup NRW 2026 ganz nach oben aufs Treppchen geschafft. Mit Bestleistungen in Theorie und Praxis haben die sich die zwei im Westfalenpark in Dortmund in einem zweitägigen Wettkampf mit 130 Teams aus ganz Nordrhein-Westfalen durchgesetzt. Wir sind wahnsinnig stolz auf sie!
Was ist der Landschaftsgärtner Cup?
Der Landschaftsgärtner Cup findet einmal jährlich statt. In Zweier-Teams müssen die Auszubildenden über zwei Tage verteilt unter Beweis stellen, was sie bisher in der Ausbildung gelernt haben. Dazu gehört theoretisches Wissen, aber vor allem Praxis: Auf kleinen Musterbaustellen setzen die Teams beim Finale am zweiten Tag eine Planung in die Wirklichkeit um. Fachkenntnis, praktisches Geschick, Genauigkeit und Effizienz sind dabei ebenso gefragt wie ein perfektes Miteinander.
Die Wettbewerbe finden zunächst in den einzelnen Bundsländern statt. Die Landes-Sieger messen sich dann später im Jahr auf dem Bundeswettbewerb, wo das nationale Siegerteam gekürt wird.

Wer sind die Sieger des Landschaftsgärtner Cup NRW 2026?
Leon Keller (19) und Marvin Mühlhoff (20) sind im letzten Ausbildungsjahr in unserem Leichlinger Gärtner von Eden Betrieb und stehen kurz vor ihrer Abschlussprüfung zum Landschaftsgärtner in der Fachrichtung Garten-, Landschafts- u. Sportplatzbau. Unter der Führung unseres gesamten Teams und des Geschäftsführerduos Heiko und Petra Lüttge haben die beiden vor allem das gestalten hochwertiger privater Hausgärten von der Pieke auf gelernt. Während sich bei Leon ein besonderes Interesse für die Bautechnik herauskristallisiert hat, fühlt sich Marvin in der Vegetationstechnik zuhause – dadurch haben sie sich im Wettkampf auch perfekt ergänzt.
Beide waren clever und haben den Wettbewerb zugleich als Prüfungsvorbereitung benutzt: Ende Mai stehen für Leon und Marvin die theoretische und die praktische Abschlussprüfung ihrer Ausbildung an. Wer bei sommerlichen Temperaturen mit einer Konkurrenz von 130 Teams und unter Zeitdruck quer durch alle Disziplinen bestehen kann, hält den Anforderungen der Gärtner-Prüfung erst recht stand! Und mit dem ersten Platz im Rücken wächst das Selbstvertrauen ein gutes Stück!

Marvin Mühlhoff

Leon Keller
Was waren die Aufgaben im Landschaftsgärtner Cup NRW 2026?
Im Westfalenpark in Dortmund traten am ersten Wettkampftag 130 Teams aus ganz NRW in verschiedenen Aufgaben an mehreren Stationen an, die aus den landschaftsgärtnerischen Themenbereichen der Ausbildung stammen. So mussten zum Beispiel Pflanzen bestimmt und eine Fläche mit Schnüren eingemessen werden. Anhand von Fotos sollten die Prüflinge Pflanzenschäden und die verursachenden Schädlinge oder Krankheiten identifizieren und eine Vorhergehensweise zur Behebung vorschlagen.
Eine der Aufgaben liest sich fast wie eine Baggerwette aus „Wetten Dass“: Nur mithilfe von mündlichen Anweisungen und ohne eigene Sicht auf die Baustelle mussten Leon und Marvin quasi in blindem Vertrauen aufeinander mit einem Minibagger Steine aufeinander stapeln. Da hat sich gezeigt, dass die beiden nicht nur ein eingespieltes Team sind, sondern sich monatelang vorbereitet haben. Hilfreich waren auch die Erfahrungen, die sie letztes Jahr gesammelt hatten, als sie schon einmal zusammen den Landschaftsgärtner Cup bestritten haben und damals auf dem fünften Platz landeten. Diesmal wussten sie daher noch besser, worauf es ankommt. Trotzdem: Die Aufgaben waren anspruchsvoll, und das warme Sommerwetter machte die Sache nicht einfacher. Die Teams konnten hier direkt auch ihre „Hitzebeständigkeit“ unter Beweis stellen. Denn wenn Landschaftsgärtner und -gärtnerinnen eins sein müssen, dann ist es wetterfest!

Tag zwei – das Finale!
Nach dem ersten Tag wurden alle Leistungen von einer Jury beurteilt, und nur die besten Teams durften zum Finale am nächsten Tag wieder kommen. Der Stand dann ganz unter dem Motto „Vom Plan zum fertigen Garten.“ Konkret heißt das: Alle Teams bekamen eine Gartenplanung als Aufgabe, die sie auf je einer eigenen, abgesteckten Minibaustelle in die Tat umsetzen sollten. Das war dann schon die hohe Schule für Fortgeschrittene: Den Plan richtig interpretieren, die notwendigen Werkzeuge und Materialien richtig anwenden, genau und sorgfältig arbeiten – und die einzelnen Bauschritte so planen und durchführen, dass alles in der vorgegebenen Zeit fertig wird.
Dieses Jahr gehörte ein Natursteinmauer mit zur Umsetzung. Wer sich schon mal an so eine Mauer gewagt hat, weiß, dass man extrem genau arbeiten und ein sehr gutes Augenmaß und Fingerspitzengefühl braucht, damit die Mauer am Ende nicht nur sicher steht, sondern auch gerade ist und ihren natürlichen Charme trotzdem behält. Wer hier nicht für eine sorgfältige Basis sorgt, hat am Ende einen bröckelnden Steinhaufen vor sich.
Marvin und Leon haben das perfekt gemacht: Sie haben sich die nötige Zeit für dieses Gartenelement gelassen und sehr sauber gearbeitet. Währenddessen haben im Publikum ihre Familien, Freunde und Chef und Chefin mitgefiebert und Daumen gedrückt. Es ging am Ende Spitz auf Knopf; die Zeit hat genau gereicht – und die Natursteinmauer stand, sicher und ästhetisch. Das nennt man eine Punktlandung!




Stolz wie Oskar…
…sind wir auf unseren großartigen Nachwuchs! Die Geschäftsleitung – Petra und Heiko Lüttge – war persönlich vor Ort und hat Leon und Marvin beim Finale angefeuert. Als ehemalige Berufsschullehrerin und Azubicoach liegt Petra Lüttge das Ausbilden von zukünftigen Fachkräften besonders am Herzen, und Heiko Lüttge hat schon mehrere Generationen von Lehrlingen zu Gartenprofis herangezogen. Entsprechend freuen sich die beiden riesig über den Erfolg ihrer Zöglinge.
Und auch wenn das ganze Team beim anstehenden Sommerfest auf die beiden Landes-Gewinner anstoßen wird – Ausruhen ist nicht! Nach der Abschlussprüfung steht die Vorbereitung auf den Bundeswettbewerb an. In Nürnberg, im Rahmen der GaLaBau-Messe, wird sich im September herausstellen, wer Deutscher Meister im Garten- und Landschaftsbau wird. Vielleicht ja wieder Leon und Marvin? Wir glauben an unsere beiden!

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