
So machst du deinen Naturpool bereit für die Badesaison
Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen langsam steigen, ist es Zeit, den Pool aus dem Winterschlaf zu holen. Der ideale Zeitpunkt fürs Auswintern liegt Anfang bis Mitte März. Gerade dann finden Algen durch mehr Licht und wärmere Temperaturen optimale Lebensbedingungen vor. Ist dein Living Pool zu diesem Zeitpunkt bereits in Betrieb, kann das System deutlich besser auf die erhöhte Belastung reagieren und das Wasser bleibt stabil und klar.
Living Pool auswintern:
1. Skimmer-Kreislauf kontrollieren und reinigen
Der Skimmer-Kreislauf sorgt dafür, dass Schmutzpartikel zuverlässig von der Wasseroberfläche entfernt werden. Nach der Winterpause empfiehlt sich deshalb eine gründliche Kontrolle und Reinigung. Dazu gehören eine Leerung und Reinigung des Tauchpumpenschachts und eine Kontrolle der Skimmer-Pumpe auf Leichtgängingkeit und Verkalkungen.
Den Skimmer-Kreislauf solltest du einem Testlauf unterziehen. Passt sich das Wehr automatisch dem aktuellen Wasserstand an? Dann ist alles in Ordnung.
2. Filter-Kreislauf reinigen und überprüfen
Ein funktionierender Filter-Kreislauf ist das Herzstück des Living Pools und entscheidend für die Wasserqualität. Deshalb sollten alle Arbeiten in diesem Bereich besonders sorgfältig durchgeführt werden.
- Filtermatten des Bio-Kompaktfilters ausbauen, gründlich reinigen und wieder einsetzen. Dabei nicht den Hohlraum unter den Filtermatten vergessen!
- Das Phostec-Material auf mögliche Verklumpungen überprüfen. Diese lassen sich in der Regel einfach mit der Hand auflösen. Der Phostec-Upstream-Filter sollte anschließend zum Lösen und Entfernen organischer Stoffe etwa 10 bis 15 Minuten rückgespült werden.
- Jetzt kann der Filter-Kreislauf wieder in Betrieb genommen werden – aber langsam und stufenweise! So lässt sich verhindern, dass das Filtermaterial durch einen starken Wasserschwall ins Becken gespült wird.
- Abschließend den Filterdurchfluss prüfen und passen bei Bedarf anpassen.
3. UV-Lampe überprüfen
Auch die UV-Lampe sollte nach der Winterpause überprüft werden. Dazu die für den Winter ausgebaute Lampe wieder einbauen und die Funktion testen. Am besten die Betriebsstunden im Wartungsprotokoll festhalten. Nach etwa 11.000 Betriebsstunden sollte die UV-Lampe ausgetauscht werden, um weiterhin eine zuverlässige Wasseraufbereitung sicherzustellen.
4. Becken reinigen
Nach der technischen Inbetriebnahme folgt die gründliche Reinigung des Beckens. Dazu unächst Blätter und groben Schmutz mit einem Kescher vom Beckenboden entfernen.
Die Pool-Wände können anschließend mit dem Pool-Gnom vorgereinigt werden. So lassen sich Ablagerungen und Verschmutzungen effektiv entfernen.
Danach den Poolroboter einsetzen und während der gesamten Saison regelmäßig nutzen:
- Bei Living Pools ohne Abdeckung: 3- bis 5-mal pro Woche
- Bei Pools mit Abdeckung: 1- bis 2-mal pro Woche
Bereiche, die der Poolroboter nicht erreicht, können händisch mit dem Pool-Gom oder mit dem Scrubber reinigen.
5. Wasserwerte kontrollieren
Nach der Reinigung sollten die wichtigsten Wasserwerte kontrolliert werden. Dazu zählen die Karbonhärte, die Gesamthärte sowie der pH-Wert.
Die Karbonhärte sollte idealerweise zwischen 5,6 und 10 °dH liegen. Ist sie zu niedrig, kann das Wasser grün werden. In diesem Fall sollte das Wasser mit geeigneten Bio-Zusätzen aufgehärtet werden.
Wichtig: Wenn eine Enthärtungsanlage im Einsatz ist, muss statt der Karbonhärte die Gesamthärte berücksichtigt werden, da die Karbonhärte in diesem Fall nicht mehr aussagekräftig ist.
Der optimale pH-Wert liegt zwischen 7,5 und 8,4. Abweichungen können auf Probleme im Wasser oder im Filtersystem hinweisen.
6. Zusatzausstattung checken
Je nach Ausstattung Ihres Living Pools sollten beim Auswintern zusätzliche Komponenten überprüft und gewartet werden.
Bei Becken mit einer Rollabdeckung sollte diese gründlich gereinigt und auf Funktion und Gängigkeit geprüft werden.
Ein Check der Luft-Wärmepumpe auf mechanische Beschädigungen, insbesondere am Rotor, ist wichtig. Die Ansaug- und Abluftöffnungen sowie die Kreislaufpumpe auf Verschmutzungen, Verlegungen und freie Durchgängigkeit kontrollieren.
Beim Carbonator sollten die Rückschlagventile ausgebaut und gereinigt werden.
Do it yourself oder Auswintern durch Pool-Profi?
Wie man sieht, bedarf die Auswinterung eines Naturpools hoher Sorgfalt und erfordert eine gewisse Übung. Natürlich kann man die Auswinterung selbst durchführen, wenn man darin genau eingewiesen ist und technisches Geschick hat. Spätestens, wenn dabei Probleme auftauchen, ist allerdings ein Experte gefragt.
Wer sich Zeit und Stress ersparen und seinen Naturpool optimal startklar haben möchte, sollte das jährliche Auswintern den Profis überlassen. Die erledigen diesen Vorgang mit einem kurzen Besuch und haben – falls nötig – direkt Ersatzmaterial dabei, falls etwas ausgetauscht werden muss.
Mit einem so gut vorbereiteten Living Pool steht einem klaren, natürlichen und unbeschwerten Badeerlebnis nichts mehr im Weg.

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